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50 Jahre Jubiläum

Seit 1976 setzen sich Menschen in unserem Verein dafür ein, die Nürnberger Frauenkirche[…]

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50 Jahre gemeinsam für die Frauenkirche

Ein Jubiläum des Engagements und der Verbundenheit

Seit 1976 setzen sich Menschen in unserem Verein dafür ein, die Nürnberger Frauenkirche zu bewahren – als bedeutendes Kunstwerk, als Zeugnis des Glaubens und als einen Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen.

Am 18. Oktober 2026 feierten wir unser 50-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Frauenkirche. Ein Anlass, dankbar zurückzublicken: auf das Erreichte und auf die Menschen, die es durch ihre Mitgliedschaft, ihre Spenden und ihren persönlichen Einsatz ermöglicht haben.

Von der Neugestaltung des Kirchenraums und der Klais-Orgel über die Restaurierung wertvoller Kunstwerke bis zur Innenraumsanierung 2023/24: An vielen Stellen der Frauenkirche wird dieses gemeinsame Engagement sichtbar. Es verbindet die Gründungsmitglieder mit allen, die unsere Arbeit heute tragen und weiterführen.

Auch im Jubiläumsjahr richtet sich unser Blick nach vorn. Mit der Unterstützung der Sanierung des Glockenstuhls steht die nächste wichtige Aufgabe an. Allen, die uns dabei begleiten, gilt unser herzliches Dankeschön.

Worte zum Jubiläum

Ansprache des Vorsitzenden Thomas Stör beim Festgottesdienst am 18. Oktober 2026

„Es war um die Mittagsstunde, das Sonnenlicht fiel in gebündelten Strahlen durch die Fenster des Chors ein und mehr noch durch die der Seitenschiffe, so daß es helle Kaskaden bildete, die gleich mystischen Strömen von wahrhaft göttlicher Substanz einander an mehreren Stellen des weiten Kirchenraums überkreuzten und den Altar regelrecht überfluteten“.

Mit diesen Worten schildert der Novize Adson in Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ seine Eindrücke beim Betreten der Abteikirche. Auch unsere lichtdurchflutete Frauenkirche lässt uns ähnliches erfahren – und erzählt doch eine gänzlich andere Geschichte.

Während Ecos Abtei abgeschieden auf einer Anhöhe lag, steht die Frauenkirche im Herzen einer geschäftigen Stadt, deren Bürger einst wie heute an ihrer Geschichte mitschreiben. Davon zeugen nicht zuletzt die von Nürnberger Familien gestifteten Kunstwerke.

Während die Mönche angesichts der Feuersbrunst den Ort für immer fliehen, beginnt der Wiederaufbau der Frauenkirche nur wenige Monate nach ihrer Zerstörung in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs. 1953 wird unser Gotteshaus neu geweiht – sechs Jahrhunderte nach seiner ersten Konsekration.

Im Jahr 1976 münden die Weitsicht und Tatkraft Viktor Baums und weiterer Gemeindemitglieder – darunter die Familien Mauser, Chesi, Krause und Heß – in die Gründung des Vereins zur Erhaltung der Nürnberger Frauenkirche, dessen 50-jähriges Bestehen wir heute feiern.

Liebe Vereinsmitglieder, Sie alle stehen in dieser Tradition. Ihr Einsatz für unser Gotteshaus wirkt über die Gegenwart hinaus bis weit in die Zukunft. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen. Ohne Sie wären Vorhaben wie die Neugestaltung einschließlich der Klais-Orgel in den 80er Jahren, zahlreiche weitere Projekte, bis zur Innenraumsanierung 2023/24 so nicht finanzierbar gewesen.

Ein sehr herzlicher Dank für euer herausragendes Engagement geht auch an alle bisherigen Vorstände des Vereins – zuletzt Hildegund Engelhardt und Monika Schmidt.

Derzeit unterstützen wir die Gemeinde bei der Sanierung des Glockenstuhls. Für die bereits eingegangenen Zuwendungen danken wir Ihnen herzlich – und freuen uns über weitere Spenden.

Durch den heutigen Festgottesdienst in unserer wunderschönen Kirche durften wir wieder spüren, wofür wir uns einsetzen. So blicken wir – trotz aller Herausforderungen – im Vertrauen auf Gott in die Zukunft.

Gemeinsam bewahren, was uns verbindet

Helfen Sie mit, die Frauenkirche auch für kommende Generationen zu erhalten. Mit Ihrer Spende oder Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie notwendige Erhaltungsmaßnahmen und führen eine Gemeinschaft weiter, die seit 50 Jahren Verantwortung übernimmt.